Königspinguin
Die zweitgrößte Pinguinart, in Kolonien von zehntausenden Tieren auf Südgeorgien — mit einem Brutzyklus, der länger als ein Jahr dauert.
Der Zyklus, der nicht ins Jahr passt
Vom Ei bis zum flüggen Jungvogel vergehen mehr als zwölf Monate. Ein Paar kann deshalb nicht jedes Jahr zur selben Zeit brüten — der Zyklus verschiebt sich. Für Besucher hat das eine angenehme Folge: In einer Königspinguin-Kolonie stehen zu jeder Zeit der Saison Tiere in allen Stadien nebeneinander, vom brütenden Altvogel bis zum braunen Wollknäuel.
Die braunen Küken
Die Jungvögel tragen ein dichtes braunes Daunenkleid, das sie größer wirken lässt als ihre Eltern. Frühe Walfänger hielten sie für eine eigene Art und nannten sie „Wollpinguine". Erst nach der Mauser bekommen sie das silbergraue Gefieder mit den orangefarbenen Ohrflecken.
Wo Sie Königspinguine sehen
Diese Anlandeplätze in unserem Programm gehören zu den verlässlichsten Stellen für diese Art.
Beobachtungen aus unseren Bordlogbüchern
Berichte von Reisen, auf denen diese Art tatsächlich gesehen wurde — mit Datum und Ort.
Häufige Fragen zum Königspinguin
Wo sieht man Königspinguine?
Vor allem auf Südgeorgien, etwa in Salisbury Plain in der Bay of Isles. Kleinere Kolonien gibt es auf den Falklandinseln.
Wie unterscheidet sich der Königspinguin vom Kaiserpinguin?
Er ist kleiner (bis 95 statt 120 cm), hat kräftiger orange gefärbte Ohrflecken und brütet an Land in der Subantarktis statt auf dem Meereis der Antarktis.
Warum sieht man zugleich Eier und Küken?
Weil der Brutzyklus länger als ein Jahr dauert und sich deshalb verschiebt. In einer Kolonie stehen immer Tiere in unterschiedlichen Stadien nebeneinander.