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◆ Expedition

Im Kielwasser der Belgica — eine Reise ins Bellingshausen-Meer

Eine 24-nächtige Expedition ins Bellingshausen-Meer — im Kielwasser der Belgica von Adrien de Gerlache und auf den Spuren Fabian von Bellingshausens, mit der seltenen Chance auf eine Hubschrauberlandu...

Autor Leguan Reisen
Lesezeit 3 Minuten
Thema Expedition

Es gibt Reisen, die man auf einer Karte mit dem Finger nachfahren kann. Und es gibt jene, bei denen die Karte irgendwann aufhört — nicht, weil das Land endet, sondern weil kaum ein Mensch je dort war, um sie zu zeichnen. Das Bellingshausen-Meer, die Westseite der Antarktischen Halbinsel, die einsame Peter-I.-Insel: Das ist solch ein Ort. Hier bestimmt nicht der Fahrplan die Route, sondern das Eis, die See und die Gelegenheit.

Im Kielwasser der Belgica

Im Winter 1898 fror ein Schiff im Packeis des Bellingshausen-Meers fest. Die Belgica unter dem Belgier Adrien de Gerlache trieb durch die lange Polarnacht und wurde, ungewollt, zur ersten Mannschaft, die je im Süden überwinterte. An Bord ein junger norwegischer Steuermann namens Roald Amundsen — und ein amerikanischer Schiffsarzt, Frederick Cook, dessen Frischfleisch-Diät aus Robbe und Pinguin die Männer vor dem Skorbut bewahrte. Was diese Expedition über das Aushalten, über Dunkelheit und Geduld gelernt hat, wurde zum Grundwissen aller späteren Polarfahrer.

Genau an dieser Küste — entlang der Gerlache-Straße, die noch heute seinen Namen trägt — beginnt diese Fahrt. Man reist nicht zu einem Denkmal. Man reist in eine Landschaft, die sich seit damals kaum verändert hat, und die noch immer dieselben Fragen stellt.

Peter I. — die Insel, die fast niemand betritt

Weiter südwestlich, einsam im offenen Südpolarmeer, liegt die Peter-I.-Insel: ein vergletscherter Vulkan, fast vollständig von Steilküste umgeben, die meiste Zeit von Packeis abgeriegelt. Entdeckt hat sie 1821 Fabian von Bellingshausen — jener russische Seefahrer, dem die Sichtung des antarktischen Festlands zugeschrieben wird. Es war das erste Land, das je südlich des Polarkreises gefunden wurde.

Betreten aber konnte sie lange niemand. Die erste bestätigte Anlandung gelang erst 1929. Seither sind nur eine Handvoll Menschen je an Land gegangen — die Insel gilt als einer der am schwersten erreichbaren Orte der Erde. Die Eisbrecher-Fähigkeiten der MS ORTELIUS und die zusätzliche Reichweite ihrer Hubschrauber eröffnen die seltene Chance auf eine Landung. Versprechen lässt sich nichts. Genau das ist der Punkt.

Eine andere Art zu reisen

Diese Expedition ist keine Liste, die man abhakt. Sie ist ein Einverständnis mit der Ungewissheit. Vielleicht öffnet sich das Eis vor Peter I., vielleicht nicht. Vielleicht liegt ein Wal in der Marguerite Bay, vielleicht eine seltene Ross-Robbe auf einer Scholle, vielleicht nur Stille und Licht. Wer hierher fährt, gibt die Kontrolle ab — an das Wetter, an den Expeditionsleiter, an den Süden selbst.

Und kehrt, so unsere Erfahrung, stiller zurück, als er aufgebrochen ist. Manche Orte lassen sich nicht besitzen. Man darf, für ein paar Tage, zu Gast sein an einem Rand der Welt, den vor uns nur wenige gesehen haben.

Die Reise im Überblick

An Bord der MS ORTELIUS erleben Sie 24 Nächte: von Ushuaia über die Drake-Passage, die Antarktische Halbinsel und den Polarkreis hinaus ins Bellingshausen-Meer, nach Ellsworth Land und — bei günstigen Bedingungen — zur Peter-I.-Insel. Mit Zodiac-Anlandungen, Hubschraubereinsätzen, historischen Forschungsstationen (Detaille, Horseshoe, Stonington) und der Aussicht auf Pinguine, Robben und Wale in kaum befahrenen Gewässern. Abfahrt im antarktischen Hochsommer, Januar 2027.

Zur Reise: Bellingshausen-Meer, Peter-I.-Insel & Ellsworth Land (inkl. Hubschrauber)

Fotos: Oceanwide Expeditions

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