Seeleopard
Das größte Raubtier der antarktischen Küstengewässer nach dem Orca — schlank, schnell und der einzige Grund, warum Pinguine zögern, ins Wasser zu gehen.
Der Jäger an der Eiskante
Seeleoparden patrouillieren dort, wo Pinguine ins Wasser gehen. Das erklärt ein Verhalten, das Besucher regelmäßig beobachten: Eine Gruppe Pinguine steht minutenlang am Rand, bis einer springt — und alle anderen folgen im selben Moment. Nicht Zögern, sondern Risikoverteilung.
Kein Kuscheltier
Seeleoparden sind neugierig und nähern sich Zodiacs. Sie sind aber ausgewachsene Raubtiere mit kräftigem Gebiss, und es hat dokumentierte Angriffe auf Menschen gegeben. Das Expeditionsteam hält deshalb Abstand und beendet eine Zodiac-Fahrt, wenn ein Tier zu aufdringlich wird — auch wenn die Fotos verlockend wären.
Krill trotz Raubtiergebiss
Ein erheblicher Teil der Nahrung besteht nicht aus Pinguinen, sondern aus Krill. Die Backenzähne des Seeleoparden greifen ineinander und wirken dabei wie ein Sieb — dasselbe Gebiss dient zum Zerteilen von Beute und zum Filtern.
Wo Sie Seeleoparde sehen
Diese Anlandeplätze in unserem Programm gehören zu den verlässlichsten Stellen für diese Art.
Beobachtungen aus unseren Bordlogbüchern
Berichte von Reisen, auf denen diese Art tatsächlich gesehen wurde — mit Datum und Ort.
Häufige Fragen zum Seeleopard
Wie groß wird ein Seeleopard?
Bis etwa 3,5 Meter und 500 Kilogramm. Weibchen werden größer als Männchen.
Sind Seeleoparden für Menschen gefährlich?
Sie sind ausgewachsene Raubtiere, und es gibt dokumentierte Angriffe. Expeditionsteams halten deshalb Abstand und brechen Zodiac-Fahrten ab, wenn ein Tier zu aufdringlich wird.
Fressen Seeleoparden nur Pinguine?
Nein. Ein erheblicher Teil der Nahrung ist Krill, den sie mit ineinandergreifenden Backenzähnen aus dem Wasser filtern. Dazu kommen Fische und junge Robben.
Warum zögern Pinguine am Wasser?
Weil Seeleoparden dort patrouillieren. Springt einer, folgen alle gleichzeitig — das verteilt das Risiko auf viele Tiere.