Eqip Sermia
Eine der aktivsten Kalbungsfronten Westgrönlands — ein Gletscher, an den Schiffe nah genug heranfahren können, um die Abbrüche zu hören.
Warum man hier Abbrüche erlebt
Der Eqip Sermia kalbt häufig und in kurzen Abständen. Anders als an vielen anderen Fronten können Schiffe in sicherem Abstand davor liegen bleiben und warten — was bedeutet, dass man mit einiger Wahrscheinlichkeit einen größeren Abbruch mitbekommt, statt darauf zu hoffen.
Das Geräusch zuerst
Ein Kalbungsereignis kündigt sich akustisch an: ein Knall, der wie ein Gewehrschuss klingt, dann das Grollen. Bis das Auge die Stelle findet, ist der Abbruch meist schon im Wasser. Die Welle, die dabei entsteht, ist der Grund für den Sicherheitsabstand.
Paul-Emile Victor
In der Nähe lag die Basis des französischen Polarforschers Paul-Emile Victor, der von hier aus in den 1940er- und 50er-Jahren Expeditionen aufs Inlandeis unternahm. Reste der Anlage sind noch vorhanden.
Aus unseren Bordlogbüchern
Diese Berichte stammen von Reisen, die tatsächlich hier waren — Datum, Ablauf und Beobachtungen aus den Logbüchern der Expeditionsleitung.
Häufige Fragen zu Eqip Sermia
Was ist der Eqip Sermia?
Eine der aktivsten Gletscherfronten Westgrönlands, rund 80 Kilometer nördlich von Ilulissat. Die Front ist etwa drei Kilometer breit und bis zu 200 Meter hoch.
Sieht man am Eqi sicher einen Kalbungsabbruch?
Sicher nicht, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit. Der Gletscher kalbt häufig, und Schiffe können in sicherem Abstand davor liegen bleiben und warten.
Warum hält das Schiff Abstand zur Gletscherfront?
Weil ein Abbruch eine Welle erzeugt. Der Sicherheitsabstand richtet sich nach der Höhe der Front und wird vom Kapitän festgelegt.