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Camping: eine Nacht im Biwaksack.

Kein Zelt, kein Kocher, nichts zu essen — maximal 30 Teilnehmer pro Nacht und Abholung vor dem Frühstück. Wie eine Nacht an Land tatsächlich abläuft.

Kein Zelt, kein Feuer, kein Essen

Eine Nacht an Land in der Antarktis klingt nach Abenteuer und ist es auch — nur anders, als die meisten es sich vorstellen. Es gibt kein Zelt, keine Feuerstelle, keinen Kocher und nichts zu essen. Was es gibt, ist ein Biwaksack, ein Schlafsack und eine Bucht, in der niemand sonst ist.

Dieser Artikel erklärt, wie das Programm abläuft, was gestellt wird und unter welchen Bedingungen es ausfällt.

Was gestellt wird

Die wesentliche Ausrüstung kommt vom Schiff. Jeder Teilnehmer erhält einen persönlichen wasserdichten Sack, der Folgendes enthält:

  • eine Isomatte
  • einen Kunstfaser-Schlafsack mit Innenlaken
  • einen atmungsaktiven Biwaksack — wind- und wasserdicht, die leichte Alternative zum Zelt

Dazu kommen Stiefel und weitere Gruppenausrüstung, die mit an Land genommen wird. Die Polarschlafsäcke sind darauf ausgelegt, Sie durch die antarktische Nacht warm und trocken zu bringen.

Warum es kein Zelt gibt

Der Biwaksack ist keine Sparmaßnahme. Er ist leichter, schneller aufgebaut und hinterlässt keine Spuren — kein Heringsloch, keine plattgedrückte Fläche, keine Abspannung. In einer Landschaft, in der nichts zurückbleiben darf, ist das der entscheidende Vorteil.

Was Sie stattdessen tun: Sie graben sich mit einer Schaufel eine Liegefläche in den Schnee — eine windgeschützte Mulde, in die Biwak- und Schlafsack passen. Auf einer Reise Ende Dezember 2025 hallte laut Logbuch das Gelächter durch die Bucht, während 57 Gäste gruben und es leise schneite.

Was nicht an Land darf

Hier greift eine harte Vorschrift. Nach den Regeln des Antarktisvertrags und der IAATO dürfen keine Kocher, kein Brennstoff und keine Lebensmittel an Land gebracht werden.

Ausgenommen sind ausschließlich: Notrationen, Überlebensausrüstung, Wasser und medizinische Ausstattung.

Das bedeutet praktisch: kein Abendessen am Lagerfeuer, kein Frühstück im Freien, kein heißer Tee um Mitternacht. Gegessen wird vorher an Bord, gefrühstückt danach.

Der Ablauf

Die Gruppe wird nach dem Abendessen mit dem Zodiac an Land gebracht und vor dem Frühstück wieder abgeholt. Auf einer Fahrt im Dezember 2025 erreichte die Gruppe den Strand gegen 21:30 Uhr; geweckt wurde um 05:00 Uhr.

Die Lagerplätze werden immer so gewählt, dass Wildtiere nicht gestört werden. Während die Gruppe an Land ist, stehen die Guides in ständigem Funkkontakt mit dem Schiff, und mindestens ein Teil des Teams bleibt zur Betreuung an Land.

Beim Aufbruch gilt: Der Lagerplatz wird gereinigt, und alles kommt zurück an Bord. Im Logbuch der Silvesternacht 2025 steht, der Platz sei exakt so wiederhergestellt worden, wie man ihn vorgefunden hatte — ohne Spur der Übernachtung.

Die Bedingungen, unter denen es ausfällt

Camping ist die wetterabhängigste aller Aktivitäten. Angestrebt wird mindestens eine Nacht pro dafür ausgewiesener Reise — ob sie zustande kommt, entscheidet sich kurzfristig.

Die entscheidende Voraussetzung
Camping ist nur möglich, wenn das Schiff über Nacht in Küstennähe bleiben kann. Muss es während der Nacht die Position wechseln, findet kein Camping statt.

Hinzu kommen Wetter, Zustand des Landeplatzes und die geltenden Umweltvorschriften.

Wie viele mitkönnen

Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 30 Personen pro Nacht begrenzt. Angeboten wird das Programm nur auf ausgewählten Abfahrten von Hondius, Plancius und Ortelius.

Anders als beim Kajak gilt: Vorerfahrung ist nicht nötig. Jeder kann teilnehmen. Betreut wird die Gruppe durchgehend von erfahrenen Feldguides.

Was Sie anziehen sollten

Der Rat des Handbuchs ist knapp: Packen Sie für das schlechteste Wetter — die Bedingungen in der Antarktis können sich schnell ändern.

Und eine ausdrückliche Warnung: Baumwolle ist ungeeignet. Normale T-Shirts und Jeans sind nicht ratsam, weil Baumwolle Feuchtigkeit hält und dann auskühlt. Was Sie brauchen, sind dieselben Schichten wie tagsüber — Merino oder Kunstfaser als Basis, Fleece darüber, wind- und wasserdicht außen. Dazu Mütze, Handschuhe und trockene Wollsocken speziell für die Nacht.

Was Sie dafür bekommen

Es gibt genau einen Grund, im Schnee zu schlafen statt in einer Kabine: Stille ohne Maschine.

An Bord läuft immer etwas — Generatoren, Lüftung, Schritte auf dem Deck über einem. An Land hört das auf. Was bleibt, sind gelegentliche Geräusche von Eis, ferne Pinguinrufe und Schnee, der auf den Biwaksack fällt.

Das Logbuch der Silvesternacht formuliert es so: Manche schliefen tief, andere kaum — aber alle teilten dieselbe außergewöhnliche Erfahrung, ein neues Jahr an einem der abgelegensten Orte der Erde zu begrüßen.

Camping in der Antarktis – die häufigsten Fragen

Die Angaben stammen aus dem Camping-Handbuch der Reederei sowie aus Bordlogbüchern der Saison 2025/26.

Braucht man Erfahrung fürs Camping in der Antarktis?

Nein. Jeder kann teilnehmen, Vorerfahrung ist nicht erforderlich. Die Gruppe wird durchgehend von erfahrenen Feldguides betreut.

Schläft man im Zelt?

Nein, im Biwaksack. Er ist atmungsaktiv, wind- und wasserdicht und eine leichte Alternative zum Zelt — und er hinterlässt keine Spuren am Boden. Geschlafen wird in einer selbst gegrabenen Mulde im Schnee.

Was wird gestellt?

Ein persönlicher wasserdichter Sack mit Isomatte, Kunstfaser-Schlafsack samt Innenlaken und Biwaksack, dazu Stiefel und weitere Gruppenausrüstung.

Gibt es Essen oder ein Lagerfeuer?

Nein. Nach den Regeln des Antarktisvertrags und der IAATO dürfen keine Kocher, kein Brennstoff und keine Lebensmittel an Land gebracht werden — ausgenommen Notrationen, Überlebensausrüstung, Wasser und medizinische Ausstattung. Gegessen wird vorher an Bord.

Wie läuft die Nacht ab?

Die Gruppe wird nach dem Abendessen mit dem Zodiac an Land gebracht und vor dem Frühstück abgeholt. Auf einer Fahrt im Dezember 2025 war das gegen 21:30 Uhr beziehungsweise 05:00 Uhr.

Wie viele Menschen können campen?

Maximal 30 pro Nacht. Das Programm gibt es nur auf ausgewählten Abfahrten von Hondius, Plancius und Ortelius.

Wann fällt Camping aus?

Wenn das Schiff über Nacht nicht in Küstennähe bleiben kann — muss es die Position wechseln, ist Camping nicht möglich. Dazu kommen Wetter, Zustand des Landeplatzes und Umweltvorschriften.

Welche Kleidung braucht man?

Packen Sie für das schlechteste Wetter. Baumwolle — also normale T-Shirts und Jeans — ist ausdrücklich nicht ratsam, weil sie Feuchtigkeit hält und auskühlt. Geeignet sind Merino oder Kunstfaser als Basis, Fleece darüber, wind- und wasserdicht außen.

Ist man sicher an Land?

Die Guides stehen während der gesamten Nacht in ständigem Funkkontakt mit dem Schiff und bleiben zur Betreuung an Land. Die Lagerplätze werden so gewählt, dass Wildtiere nicht gestört werden.

Was passiert am Morgen?

Der Lagerplatz wird gereinigt und alles zurück an Bord genommen. Der Platz soll exakt so hinterlassen werden, wie er vorgefunden wurde.

Wo Sie mit uns campen können

Campingplätze sind pro Abfahrt begrenzt und früh vergeben — besonders auf den Feiertagsterminen.

Camping wird nur auf bestimmten Abfahrten angeboten und muss vorab gebucht werden.
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