Lemaire-Kanal
Eine elf Kilometer lange Passage zwischen steilen Wänden, so oft fotografiert, dass sie unter Expeditionsfahrern „Kodak Gap" heißt.
Warum die Durchfahrt so oft ausfällt
Der Kanal ist eine Sackgasse, wenn er zutreibt. Packeis und gestrandete Eisberge verschließen ihn regelmäßig, und ein Schiff, das hineinfährt, muss sicher sein, wieder herauszukommen. Die Entscheidung fällt oft erst an der Einfahrt. Bleibt er zu, entfallen auch die Ziele dahinter — Petermann Island und der Weg zum Polarkreis.
Was ihn ausmacht
Die Wände steigen auf beiden Seiten steil aus dem Wasser, und bei ruhiger See spiegelt sich alles. Die Durchfahrt dauert je nach Eislage eine gute Stunde, in der praktisch die gesamte Gästeschar an Deck steht. Es ist einer der wenigen Programmpunkte einer Antarktisreise, bei dem nichts passiert außer Fahren — und der trotzdem regelmäßig als Höhepunkt genannt wird.
Aus unseren Bordlogbüchern
Diese Berichte stammen von Reisen, die tatsächlich hier waren — Datum, Ablauf und Beobachtungen aus den Logbüchern der Expeditionsleitung.
Häufige Fragen zu Lemaire-Kanal
Wie lang ist der Lemaire-Kanal?
Rund elf Kilometer, an der engsten Stelle etwa 1.600 Meter breit.
Warum heißt der Lemaire-Kanal „Kodak Gap"?
Wegen der Zahl der Fotos, die dort entstehen — der Spitzname stammt aus der Zeit des Films.
Kann die Durchfahrt durch den Lemaire-Kanal ausfallen?
Ja, regelmäßig. Packeis und gestrandete Eisberge verschließen ihn; dann entfallen auch die Ziele südlich davon.