Der Frühling in Svalbard verbindet Schnee, Eis und Dauerlicht. Das Meereis befindet sich nahe seinem jährlichen Maximum und zieht die Route nach Norden. Das Expeditionsteam wertet täglich aktuelle Eiskarten aus – Meereis driftet rasch und bestimmt maßgeblich, welche Gebiete angesteuert werden.
An der Eiskante und im Meereis selbst bieten sich Beobachtungsmöglichkeiten für Eisbären, Walrosse, Ringel- und Bartrobben, Polarfüchse sowie Elfenbeinmöwen. An Land liegen viele Buchten noch unter Eis; schneebedeckte Bergkämme und kalvende Gletscher prägen das Bild. Mit dem Fortschreiten der Jahreszeit zeigen sich erste eisfreie Hänge, Gräser und Moose, und Schmelzwasser belebt die Täler.
Seevogelkolonien mit Krabbentauchern, Lummen und Kittiwaken erwachen zur Brutzeit. Auch Wale können auftreten – darunter Belugas, die das ganze Jahr in der Region leben, sowie Großwale, die im späten Frühling in Küstengewässern eintreffen.
Mit sieben Expeditionstagen werden verschiedene Fjordsysteme angesteuert, darunter Hornsund, Bellsund, Isfjorden, Krossfjorden, Smeerenburgfjorden, Raudfjorden, Woodfjorden und Sorgfjorden. Landungen entlang der Küsten und in den Fjorden sind geplant; die meisten führen durch Schnee. Wenn die Bedingungen es erlauben, ist auch ein Ausflug auf das Meereis selbst möglich.